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2011 – das „Jahr der Taufe“

2011 ist das „Jahr der Taufe“.
Was hat es damit auf sich, was steckt dahinter?

bayern-evangelisch.de erklärt die besondere Bedeutung des kirchlichen Rituals, das sich stimmig in die laufende Luther-Dekade fügt und als Initiative der gesamten evangelischen Landeskirche natürlich auch die ELKB im Freistaat berührt. Ein kurzer Überblick.

2008 hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) eine „Luther-Dekade“ ausgerufen, die bis zum Reformationsjubiläum im Herbst des Jahres 2017 andauert: denn am 31. Oktober 2017 jährt sich zum 500. Male der Tag, an dem der Martin Luther seine berühmten 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg schlug. Im Rahmen der „Luther-Dekade“ widmet die Kirche die einzelnen Jahre zwischen 2008 und 2017 verschiedenen Themen der Reformation; 2010 stand unter dem Thema „Bildung“ mit Luthers Weggefährten Philipp Melanchthon im Vordergrund – 2011 sollen die Themen „Reformation und Freiheit“ vorherrschend sein, wobei einem Teilaspekt eine ganz besondere Bedeutung zukommt: der Taufe!

Denn die Reformation stellt den mündigen Christenmenschen als verantwortungsvoll Glaubenden in ihren Mittelpunkt. Mit der Taufe wird der Mensch Teil aller Glaubenden. Der Reformator Martin Luther geht sogar soweit, dass sich der Getaufte „rühmen kann, dass er schon zum Priester, Bischof und Papst geweiht sei.“ Mit der Taufe beginnt für ihn nach evangelischem Verständnis „das allgemeine Priestertum“, theologiegeschichtlich auch als „Priestertum aller Getauften“ bezeichnet, was den Menschen – mit einfachen Worten ausgedrückt – dazu befähigt, auf Augenhöhe mit Gott zu sein – vorausgesetzt, er bewegt sich als freier und mündiger Mensch entsprechend verantwortungsvoll durchs Leben. Vor diesem Hintergrund spielt das Thema Taufe im neuen Jahr der laufenden Lutherdekade eine gesonderte Rolle.

Das „Jahr der Taufe“ ist eine Initiative der gesamten evangelischen Landeskirche, die praktische Umsetzung etwa in Form thematisch orientierter Veranstaltungen passiert regional, beziehungsweise in den Kirchenbezirken und Gemeinden. Und natürlich auch im Freistaat; die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern hat gerade mit der organisatorischen Planung begonnen.