Nachbericht: Bild und Bibel 2015 im Dekanat Fürth

Titelrefo2015web-1Im Dekanat Fürth gab es mehrere Projekte zum Themenjahr 2015:

  • Broschüre: Konzeption und Druck
  • Das Wort wird Bild – Ausstellung vom 18. Januar bis 1. März in der kunst galerie fürth
  • Freiheit heute. Kontrollverlust im 21. Jahrhundert – Medienpreis des Dekanats Fürth
    18. Januar-31. Juli und Preisverleihung am 31. Oktober 2015
  • Perlentour – mit dem Fahrrad zu besonderen evangelischen Orten des Dekanats
  • Evangelische Filmtage

 

Broschüre

Auf 20 Seiten sind alle Veranstaltungen des Evang.-Luth. Dekanats Fürth zum Themenjahr 2015 Bild und Bibel in einer Broschüre präsentiert. Das Layout verantwortet die Agentur KOKO:RI, Langenzenn.

Insgesamt ist die Broschüre in einer Auflage von 5000 Stück erschienen. Sie wurde verteilt an alle 36 Kirchengemeinden. Außerdem hat das Kulturamt der Stadt Fürth die Broschüre in ihren Verteiler mitaufgenommen.

Veröffentlicht wurde sie auch auf der Homepage des Dekanats, beworben über die Kirchenzeitung Monatsgruß der Stadtgemeinden und in den Gemeindebriefen einiger Landgemeinden, auf der Homepage und Facebook. (PDF zum Download)

 

Das Wort wird Bild – Ausstellung vom 18. Januar bis 1. März in der kunst galerie fürth

Die Ausstellung war ein Kooperationsprojekt der städtischen kunstgalerie fürth und des evangelisch-lutherischen Dekanats Fürth. Gemeinsam wurde das Thema „Das Wort wird Bild“ entwickelt. Auch der Ausschreibungstext für die Künstler wurde miteinander auf den Weg gebracht. Galerieleiter Hans-Peter Miksch wählte in Absprache mit dem Dekanat 10 KünstlerInnen aus mit Arbeiten, die das Verhältnis von Wort und Bild (und Wort im Bild) thematisieren. Teilnehmer der Ausstellung waren Ute Bernhard, Koblenz, Kathrin Hausel, Fürth, Sarah Erath, Nürnberg, Jochen Flinzer, Hamburg/Nürnberg, Vollrad Kutscher, Frankfurt a.M., Dietmar Pfister, Nürnberg, Ana Luisa Ribeiro, Köln, Linda Schwarz, Homburg a.M., Julian Vogel, Nürnberg, Benjamin Zuber, München.

Die Ausstellung veranschaulichte, welche Bilder der Glaube heute finden kann, und regte zu Diskussion an, ob Bilder überhaupt noch einen Beitrag liefern können zu einer Auseinandersetzung mit der Bibel und mit der Reformation.
Die Ausstellungseröffnung am 18. Januar 2015 um 11 Uhr besuchten über 100 Interessierte. Zu diesem Anlass hatte das Dekanat Frau Dr. Julia Helmke – zu diesem Zeitpunkt noch Lehrbeauftragte in der Christlichen Publizistik an der Uni Erlangen, seit 2005 hauptamtliche Beauftragte für Kunst und Kultur der hannoverschen Landeskirche und ehrenamtliche Präsidentin der internationalen protestantischen Filmorganisation INTERFILM, seit Februar 2015 Leiterin des Grundsatzreferates „Migration und Integration, Kirchen, Kultur“ im Bundespräsidialamt – eingeladen über das Thema „Bild und Bibel“ zu sprechen.

Zuvor wurde in der Fürther Altstadtkirche Sankt Michael das Themenjahr „Bild und Bibel“ 2015 mit einem Gottesdienst eröffnet, in dem Frau Dr. Julia Helmke predigte.

Die Gesamtbesucherzahl der Ausstellung belief sich auf 1.130. Es gab 17 Erwachsenenführungen.
Acht theologische Führungen mit bis zu 25 TeilnehmerInnen wurden von den Pfarrerinnen Sabine Heider, Christiane Lehner und Irene Stooß-Heinzel durchgeführt.
Dazu 21 Kinderveranstaltungen (Vorschul- oder Grundschulkinder, höchstens 2 Gymnasialklassen) mit 305 Teilnehmern.

Rückmeldung von Hans-Peter Miksch: Sehr hoch war die Zahl der Erwachsenenführungen (inklusive theologische Führungen), sie lag um mehr als das Doppelte über der normalen Quote. Die theologischen Führungen brachten auf jeden Fall ein spezielles Publikum, das sonst diese oder eine andere Ausstellung nicht besucht hätte. Geschätzt liegt der Wert bei um die 100 Besuchern, die durch das spezielle Angebot generiert wurden.

Werbung: Veranstaltungsbroschüre zum Themenjahr 2015 des Fürther Dekanats (PDF zum Download), Plakate, Flyer, Homepage Dekanat und kunstgalerie fürth, Facebook, Werbebanner Nürnberger Nachrichten Nordbayern online, Doppelpunkt und Plärrer
Presse: Fürther Nachrichten, Sonntagsblatt, Radiobericht (efa), epd-Bericht

 

Freiheit heute. Kontrollverlust im 21. Jahrhundert – Medienpreis des Dekanats Fürth
18. Januar – 31. Juli und Preisverleihung am 31. Oktober 2015

„Freiheit heute. Kontrollverlust im 21. Jahrhundert“ – Medienbeiträge zu diesem Thema zeichnete das Dekanat Fürth mit dem zum Themenjahr ausgelobten Fürther Medienpreis 2015 aus. Insgesamt standen 3000 Euro Preisgeld zur Verfügung, gesponsert durch die Evangelische Bank in Nürnberg.
Über die 20 eingereichten Beiträge entschied eine Jury bestehend aus Vertretern der Kirche, der Kultur und den Medien:

  • Johanna Haberer, Professorin für Christliche Publizistik an der Universität Erlangen-Nürnberg
  • Birgit Heidingsfelder, Redakteurin der “Fürther Nachrichten”
  • Thor van Horn, Gestalter und Initiator von Kunstprojekten im öffentlichen Raum
  • Klaus Lutz, Medienpädagoge, Pädagogischer Leiter des Medienzentrum Parabol, Medienfachberater für den Bezirk Mittelfranken
  • Hans-Peter Miksch, Leiter der kunst galerie fürth

In drei Kategorien war jeweils ein 1. Preis mit 600 Euro und ein 2. Preis mit 200 Euro ausgeschrieben. Außerdem gab es einen Publikumspreis dotiert mit 600 Euro. Dafür wurde ein Abstimmungstool in die Webseite des Dekanats eingebunden. Die sechs Gewinnerbeiträge waren zwei Wochen lang auf der Web-Site des Dekanats zur Abstimmung im Netz veröffentlicht. Rund 1200 Stimmen wurden dort abgegeben.

Preisträger in der
Kategorie „Sehen&Hören“
1. Platz: Film „Fußballwunder“, Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, Oberasbach
2. Platz Film „er hängt“, Gruppe #B3MG

Kategorie „Lesen“
1. Platz „Stadt, Land, Bombe“, Reportage in der Süddeutschen von Christoph Behrens, Wissenschaftsjournalist bei sueddeutsche.de, und Caroline von Eichhorn, Kulturjournalistin beim Bayerischen Rundfunk
2. Platz „Deine Meine Monster“, Kurzgeschichte von Robert W. Segel aus Fürth

Kategorie „Machen“
1. Platz Tanztheaterstück „Triebwerk“ der Wilhelm-Löhe-Schule, Nürnberg
2. Platz „Projekt.Schuld“, komplexes Schulprojekt mit Vorträgen, Schulfahrten, Theater der Hans-Böckler-Schule, Fürth

Gewinner des Publikumspreises war die Wilhelm-Löhe-Schule mit „Triebwerk“.

Die sechs Preisträger wurden am 31. Oktober 2015 um 19 Uhr in Sankt Michael, Fürth öffentlich geehrt und die eingereichten Beiträge der Öffentlichkeit vorgestellt.

Werbung: Anschreiben an alle Schulen des Landkreis und der Stadt, CVJM, EJ, Jugendhäuser/-zentren, Medienzentren, Presse, Flyer (PDF zum Download) und Plakate, Kirchenzeitung Gemeindebrief, efa, epd
Presse: Fürther Nachrichten, Sonntagsblatt, Süddeutsche, Radiobericht (efa), epd-Bericht

 

Perlentour 2015

Zwei Fahrradtouren führten zu besonderen evangelischen „Kirchenperlen“ im Dekanat Fürth mit Führungen an den Zielorten.

Ziel der ersten Tour am 10. Mai war die Ausstellung „Seelenbretter“, die zum Themenjahr „Bild und Bibel“ in Langenzenn und Laubendorf stattfand.
Seelenbretter nennt die Künstlerin Bali Tollak aus dem oberbayrischen Schwabbruck ihre bemalten Holzstelen. Inspiriert durch die Tradition der Totenbretter des Bayrischen Waldes will die Künstlerin mit ihren modernen Stelen zum Nachdenken über Tod und Leben anregen. 19 Radler waren dabei.

„Rund um Stein“ lautete das Motto der zweiten Perlentour am 14. Juni mit 21 TeilnehmerInnen. Erstes Etappenziel war die Martin-Luther-Kirche mitten im Ortskern. Die Paul-Gerhardt-Kirche war die zweite Station und ein wahres Prachtstück moderner Kirchenarchitektur. Abschließend besuchten die Perlentourer St. Jakobus in Oberweiherbuch und streiften somit den Jakobsweg, der sich hier ein Stück weit durch den Fürther Landkreis schlängelt.

Veröffentlicht: ADFC Veranstaltungskatalog, Plakate, Flyer, Broschüre Themenjahr 2015, Homepage, Facebook, Gemeindebriefe, Presse FN (Anlage)

 

Evangelische Filmtage

Erstmals gab es Evangelische Filmtage im Dekanat Fürth. Sie fanden vom 28. bis 30. Oktober 2015 anlässlich des Themenjahres 2015 der Reformationsdekade „Bild und Bibel“ statt. Veranstaltungsort war die Dekanatskirche St. Michael in der Altstadt von Fürth. Bewusst war die Kirche als Ort der Filmvorführung gewählt worden um die besondere Atmosphäre von St. Michael zu nutzen und den Kontrast von Kirche als Kino und Kirche als Ort der Verkündigung spürbar zu machen. Die Idee dahinter: Existentielle Erfahrungen, die als Filmstoff dienen, in den kirchlichen Kontext rücken um darüber ins Gespräch zu kommen.

Der besondere evangelische Impuls lag dabei in der Themenwahl „Freiheit heute. Kontrollverlust im 21. Jahrhundert.“, das an Luthers Freiheitsverständis anknüpft.

Der Titel war gleichzeitig auch Thema des Medienpreises, der am Samstag, 31. Oktober um 19.30 Uhr in Sankt Michael verliehen wurde.

Christian Ilg vom Fürther Programmkino Babylon hat zusammen mit Benjamin Greim von der Evangelischen Jugend, Irene Stooß-Heinzel vom Evangelischen Bildungswerk und Dekanatsreferentin Christiane Lehner drei Filme des Jahres 2015 passgenau ausgesucht.

Am 28. Oktober starteten die Filmtage mit „Still Alice“. Der Film thematisiert die Alzheimererkrankung einer Frau, die mitten im Leben steht und gelegentliche Orientierungslosigkeit oder Wortfindungsprobleme zunächst ignoriert. Dann aber muss sie und ihre Familie sich der Krankheit stellen, die ihr die Kontrolle über ihr Leben nimmt.

Am 29. Oktober lief der beim Deutschen Filmpreis 2015 mehrfach preisgekrönte Film „Victoria“. Mitten in der Nacht lernt die junge Spanierin Victoria in Berlin die vier Freunde Sonne, Boxer, Blinker und Fuß kennen. Ein geplanter Coup geht schief und den Jugendlichen entgleitet die Kontrolle über die Ereignisse.

Am 30. Oktober wurde der schwarzhumorige Film „Am Ende ein Fest“ aus Israel gezeigt. Er beschäftigt sich mit Fragen rund um die Sterbehilfe und inwieweit es möglich ist, das eigene Sterben im Griff zu haben Hobbytüftler Yehezkel baut im Altenheim eine „Selbst-Tötungs-Maschine“, denn Max liegt im Sterben und Yana würde ihn gern von seinen Leiden erlösen. Doch plötzlich gibt es jede Menge Interessenten an Yehezkels Erfindung.

136 Zuschauer besuchten die drei Filmabende. Im Anschluss an die Vorführungen hatten die Besucher Gelegenheit sich an den im Kirchenraum aufgestellten Bistrostehtischen auszutauschen und kamen ins Gespräch über die Problematik der gezeigten Kontrollverluste.

Aufbau und Technik mit Anlage, Leinwand, Projektionsgerät, übernahm ein vierköpfiges Team vom „Babylon“.

Organisation und Verkauf von Getränken und Snacks verantwortete ein Team von bis zu 10 Jugendlichen der Evangelischen Jugend unter Leitung der Jugendreferenten. Die Einnahmen flossen in die Tilgung der Unkosten.

Kooperation
Evangelisches Bildungswerk, Evang.-Luth. Dekanat, Evangelische Jugend, Filmhaus Kino Babylon

Werbung: Zeitungsartikel, Kirchenzeitung „Monatsgruß“ Ausgabe Oktober 2015, Flyer (PDF zum Download), Plakat
Öffentlichkeitsarbeit
Bericht in den Fürther Nachrichten, Gemeindebriefartikel in der Kirchenzeitung „Monatsgruß“ der Fürther Kirchengemeinden, veröffentlicht in der Veranstaltungsbroschüre Reformation 2015 und im Halbjahresprogramm des Evang. Bildungswerkes, Flyer und Plakat verteilt im Raum Fürth, Nürnberg durch Agentur „Streuhand“;
veröffentlicht auf Webseite, Facebook, Plakate Filmhaus Babylon,
veröffentlicht auf Facebook und Webseite des Evang.-Luth. Dekanats,
Flyer und Plakate in allen 36 Kirchengemeinden des Dekanats;
Radionachrichten (efa);
Zeitungsanzeige / Kooperation mit den Nürnberger Nachrichten und Vorverkauf über Vorverkaufsstelle der Nürnberger Nachrichten
Verteilung von Flyern über die Stadt Fürth / Kulturamt: Schirmherr der Filmtage war Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung.

Pfarrerin Christiane Lehner,
Öffentlichkeitsarbeit


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