Nachbericht: Chaos im Nahen Osten – Hintergründe und mögliche Auswege?

logo„Die Wurzeln des Islamischen Staates“

Der „Islamische Staat“ (ISIS) hat wenig mit Toleranz zu tun. Und doch hat der Vortrag „Die Wurzeln des Islamischen Staates“ von Christian Thuselt, MA, Mitarbeiter am Lehrstuhl für Politik und Gesellschaft des Nahen Ostens an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, genau in diese Reihe gepasst.

Denn auch wenn von den Gotteskriegern des ISIS keine Toleranz zu erwarten ist, so half es den Zuhörern zu einer respektvollen und toleranten Haltung auch gegenüber den Vertreterinnen und Vertretern eines politischen Islam zu finden, der nicht dem gewaltbereiten Arm des Salafismus entspringt. Genaue Differenzierung ist notwendig, um nicht zu falschen Schlüssen und somit auch falschem politischen Handeln zu kommen. Eine solche differenzierte Haltung zu finden, dazu verhalf der kenntnisreiche Vortrag von Christian Thuselt. Der Referent hatte in Damaskus und Beirut studiert und gelebt. Eine persönliche Betroffenheit über die Vorgänge im Nahen Osten waren dem wissenschaftlich argumentierenden Referenten durchaus anzumerken. Diese Betroffenheit, genährt auch durch die schlechten Aussichten für die Region, teilte auch das Publikum, das sich mit regen Nachfragen im Anschluss an den Vortrag am Abend beteiligte und mit herzlichem Applaus für den Vortrag bedankte.

Islamismus in Nahost macht ratlos (Hersbrucker Zeitung am 26.01.2016, PDF zum Download)

Der Abend fand am 21.01.2016 im Evangelischen Forum Nürnberger Land statt.

Pfarrer Alexander Reichelt, PhD
Theologischer Referent und Moderator des Abends

 


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