Nachbericht: Was will die Kirche von der Kunst?

WandertagungKunstprojekte im Kirchenraum

Wandertagung 17.-18.04.2015 in Augsburg und München der evangelischen Stadtakademie München

Im ersten Halbjahr 2015 fand die „Wander-Tagung: Was will die Kirche von der Kunst?“ statt, die sich zum Ziel gesetzt hat, Qualitätsstandards für die Arbeit mit temporärer Kunst im Kirchenraum zu diskutieren.

Kirchen sind immer schon kunstvoll gestaltete und ausgestattete Räume. Sie sind primär für die Feier der Liturgie gebaut. Sie sind aber auch Orte der Stille in der Stadt und wieder mehr und mehr Orte für andere Anlässe: Sie biten einen besonderen Rahmen für Konzerte, Lesungen, zeitgenössische Kunst und Theater und ermöglichen so neue Blicke sowohl auf Themen der Religion als auch auf zeietgenössische künstlerische Fragen.

Damit dieses Zusammenspiel gelingt, braucht es räumliche Voraussetzungen ebenso wie ein klares Konzept der Kirchen für ihre Arbeit mit den Künsten.

Bei der Wander-Tagung wurden vier Kirchen besucht, in denen die Teilnehmer ihre baulichen Voraussetzungen und ihre inhaltlichen Konzepte für Kunst im Kirchenraum kennen lernen konnten. Am Ende sollten klarere Vorstellungen davon bestehen, was Kunst und Kirche miteinander zu schaffen haben und welche Voraussetzungen ides braucht. EIngeladen aren ArchitektInnen, KünstlerInnen und Verantwortliche in den Kirchen. Gemeinden und Interessierte vor Ort waren herzlich willkommen.

Veranstalter war die Evangelische Stadtakademie München in Zusammenarbeit mit der AG Kulturkirchen, die sich aus der Kulturkirchenarbeit beim Ökumenischen Kirchentag 2010 in München herausentwickelt hat und seither kontinuierlich arbeitet. Dieser kontinuierliche Arbeitszusammenhang ist für München von hoher Bedeutung.

Mitglieder:

  • Helmut Braun, Kunstreferent der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern
  • Beate Frankenberger, Pfarrerin und Vorsitzende des Kunstausschusses St. Lukas
  • Dr. Stefan Graupner, Vorstandsmitglied Artheon – Gesellschaft für Gegenwartskunst und
    Kirche
  • Harald Hein, Baudirektor der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern
  • Jutta Höcht-Stöhr, Leiterin der Evangelischen Stadtakademie München
  • Rainer Hepler, Dr. Ulrich Schäfert, Fachbereich Kunstpastoral der Erzdiözese München und
    Freising
  • Horst Konietzny, Regisseur, Dozent und Autor, Signalraum München
  • Gunter Schaumann, Kirchenvorstand und Kunstausschuss St. Markus

Die ökumenisch angelegte Tagung schritt verschiedene Stationen ab:

  1. St. Moritz Augsburg (vom temporären Projekt „void“ zur architektonischen Neugestaltung der Kirche
  2. St. Paul München (von der Gemeindekirche zur Themenkirche und dem Sitz der Kunstpastoral)
  3. Museum Brandhorst (das Museum als Andachtsraum, säkulare Ikonen)
  4. St Lukas München (Neugestaltung der Kirche -welches Konzept und welche Ausstattung für Arbeit mit temporärer Kunst?)
  5. St. Markus München (Die Umgestaltung ist fertig – mit welchem Konzept wird nun gearbeitet?)
  6. Öffentliche Abschlussdiskussion

Es nahmen insgesamt 59 Personen teil. Die Resonanz war sehr positiv, die Motivation wurde gestärkt.

Jutta Höcht-Stöhr


Alle Einträge zum Thema: