Reformation und Eine Welt

Luther-2016-Eine-Welt-RGB-400x400Das neue Themenjahr 2016:

Das letzte Themenjahr der Lutherdekade vor dem Reformationsjubiläum weitet den Blick über den Tellerrand hinaus. Allzu oft vergessen wir, dass die Reformation eine Weltbürgerin ist: Über 400 Millionen Menschen in der ganzen Welt sind in ihrem Glauben mit der Reformation verbunden. Und die Bewegung der Reformation ging von vielen Städten in Europa aus. Wittenberg ist der Nucleus gewesen, aber bei weitem nicht die einzige Stadt. Was wäre die Reformation ohne Strassburg, Genf, Zürich, ohne Augsburg und Nürnberg? Und zur Reformation gehören auch Vorläufer wie Jan Hus in Prag oder John Wyclif in England.

Die Reformation ist eine Weltbürgerin. So wie Kirche eine Weltbürgerin ist.

Das Evangelium von Jesus Christus lag dem Reformator Martin Luther am Herzen. Er wollte nicht eine neue Kirche gründen. Es ging ihm um die Botschaft des Lebens. Für die ganze Welt. Das schließt ein, dass wir uns auf dieser Basis den Problemen der Welt zuwenden und auch unser eigenes Handeln immer wieder überprüfen. Es ist es gut, dass in diesem Jahr die Eine Welt im Blick ist: In Bezug auf die evangelische Konfessionsfamilie, aber auch im Blick auf die Probleme, die es in der Einen Welt für Christen und für Nichtchristen gibt. Ein Symposium in Nürnberg am 11./12.März 2016 wird sich mit dem Glauben, der die Welt verwandelt beschäftigen. Die globalen Herausforderungen und die Verantwortung der Kirchen geraten dabei in den Blick.

Der Dialog mit den Glaubensgeschwistern in der Einen Welt ist wichtig, in Begegnungen, Partnerschaften aber vielleicht auch mit den Möglichkeiten der neuen Medien: So soll am 8. Oktober 2016 ein virtueller Weltkirchentag eine Plattform schaffen, über die Menschen aus Partnerkirchen weltweit ins Gespräch kommen. Ein neues Formart, das hoffentlich Nachahmung findet!

Reformation und Eine Welt – ein großer Bogen. Ein Blick über den Tellerrand und doch ein Blick auf Gemeinsames – das große Ganze! Lassen Sie sich von dem Themenjahr inspirieren zum Nachdenken, zum Dialog zum Gespräch mit Partnerinnen und Partnern – weltweit!

Christian Düfel


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